Was sind ätherische Öle eigentlich?

Man sagt, sie sind die Seele der Pflanze. Es sind Pflanzeninhaltsstoffe, die chemisch gesehen gar keine Öle (also nicht fett) sind, sondern leicht flüchtig (daher ätherisch). Diese Stoffe dienen der Pflanze dazu, Bienen und Schmetterlinge anzulocken oder Schädlinge wie Viren, Bakterien oder Pilze abzuwehren…und diese Fähigkeiten können wir für uns nutzen!
Wichtig sind die 100%ige Reinheit, die Art der Gewinnung und die therapeutische Wirksamkeit. Nur 2-3% der weltweit hergestellten ätherischen Öle sind therapeutisch wirksam!

Was sind ätherische Öle therapeutischer Qualität?

Ätherische Öle therapeutischer Qualität sind konzentrierte Auszüge aus Pflanzenessenzen, die durch Dampfdestillation schonend gewonnen werden und das gesamte Wirkungsspektrum der Pflanze in Form eines Öls bewahren, das je nach Pflanzengattung 100 bis 2.000-fach konzentriert ist. Ätherische Öle therapeutischen Grades können eine sehr starke Wirkung auf körperlicher, emotionaler und spiritueller Ebene haben. Es gibt drei Qualitätsstufen, die oftmals nicht klar unterschieden werden. Duftöle, kommerzielle ätherische Öle und ätherische Öle therapeutischer Qualität.
Oft kann man ein Fläschchen Duftöl schon für 1,- Euro erhalten – aber Vorsicht! Diese Öle sind synthetisch und vom therapeutischen Standpunkt nutzlos, ja sogar potentiell schädlich (wenn die chemischen Substanzen durch Erhitzung verdunstet werden, können für den menschlichen Körper ungesunde chemische Verbindungen freigesetzt werden).
Kommerzielle ätherische Öle können für Aromatherapie im Hausgebrauch eingesetzt werden – diese Öle sind von durchschnittlicher bis guter Qualität, oftmals aber leider auch gestreckt oder nicht 100% rein. Der Grund hierfür ist nicht mangelnde Kenntnis auf Seiten des Herstellers, sondern leider oft Profitgier (umgesetzt durch Kostenreduzierung und Gewinnmaximierung). Mit dieser Haltung können zwar Geschäfte auf Kosten gutgläubiger Menschen gemacht werden, den Kräften der Natur und einer gesundheitlichen Nachhaltigkeit wird hier aber nicht Rechnung getragen. Einige der bekannten Marken fallen leider in diese Kategorie.
Das Gesetz besagt, dass in einem 100% naturreinen Fläschchen ätherischem Öl bloß ein Pflanzenanteil von 25% enthalten sein muss. Der Rest muss lediglich naturrein (Wasser, Öl – im schlechtesten Fall Mineralöl!!!) sein.

Ätherische Öle therapeutischer Qualität (tatsächlich 100% reine Pflanze) setzen sich unter Aromatherapeuten und jenen Menschen, die die volle Kraft der Pflanze genießen wollen, immer mehr durch. Was unterscheidet Öle therapeutischer Qualität von herkömmlichen Ölen?

Die Böden, auf denen die Pflanzen für die Gewinnung von Ölen gezüchtet werden, müssen 100% schadstofffrei sein – die Öle therapeutischen Grades von Young Living beispielsweise sind von Böden, die nachweislich noch nie chemisch gedüngt wurden. Außerdem ist es von Vorteil, wenn die Anbaugebiete sehr entlegen von der Zivilisation sind. Jegliche Schadstoffe würden sich auch im essentiellen Öl der Pflanze niederschlagen und die Wirkung beeinträchtigen.
Der Ernteprozess: Aufgrund von Tariflöhnen, die Erntearbeitern bezahlt werden müssen, lassen viele Hersteller die Pflanzen zu den „günstigsten Erntezeiten“ - also tagsüber ernten. Die Säfte und Kräfte vieler Pflanzen sind aber zwischen 3 bis 7 Uhr morgens am vollständigsten, deshalb ist dies die ideale Zeit für die Ernte (leider auch kostenintensiver).
Die geistige Haltung der Erntearbeiter. Wie von den nordamerikanischen Indianern bekannt, sollten wir mit der uns umgebenden Natur respektvoll, achtsam und dankbar umgehen. Elektromagnetische Frequenzmessungen des Tainio Institute, Washington, haben ergeben, dass negative Gedanken im Umgang mit den Ölen deren Frequenz um 10 MHz mindern, hingegen positive Gedanken deren Frequenz um 8 MHz und Gebete sogar um 15 MHz erhöhen. Ebenso starke Wirkungen wurden bei Pflanzen und der Geisteshaltung der Erntenden gemessen. Die Erntearbeiter von Young Living beispielsweise werden gebeten, um die Erlaubnis der Pflanze vor dem Ernten zu bitten, in innerem Frieden zu ernten und sich danach bei der Pflanze zu bedanken.
„Ruhen lassen“: Wie der Bauer gemähtes Gras zunächst ruhen lässt, bevor er es weiterverwendet, so sollen Pflanzen zur Pflanzendestillation zwischen 3 und 5 Tage (je nach Spezies) an dem Ort auf dem Boden ruhen, an dem sie geerntet wurden – so konsolidieren sich die pflanzlichen Wirkstoffe. Manche Hersteller rühmen sich, dass ihre Öle schon innerhalb von 5 – 6  Stunden nach der Ernte destilliert und abgefüllt sind – diese Praxis führt allerdings zu Qualitätseinbußen der hochkomplexen Inhaltsstoffe der Pflanze.

Die Dampfdestillation sollte:
bei je nach Pflanze minimaler Verdampfungstemperatur (abhängig von der Pflanzenart und ob Blüten, Blätter, Wurzel, Rinde oder Harze) verdampft werden,
                bei geringstmöglichem Dampfdruck (0-2,5 kg) und
      bei langsamer Dampfdestillation (7-24 Std., abhängig von der Pflanzenart) erfolgen und
      als „erstverdampftes Öl“ (analog zur 1. Pressung bei Speiseölen) verarbeitet werden.

            Die kommerzielle Praxis sieht leider anders aus:
             Das Öl wird bei zu hoher Temperatur zwecks schnellerer Gewinnung und
bei einem Dampfdruck bis zu 70 kg, um die Essenzen möglichst schnell aus der Pflanze zu pressen und
bei schneller Dampfdestillation (nur 2-3 Stunden) gewonnen. Dabei gehen viele wertvolle Botenstoffe verloren, Molekülketten und die Informationen des Öls werden unvollständig und das Öl wird nicht vollständig von Fettmolekülen befreit. Dies wirkt sich auf die Durchdringungsfähigkeit des Öls durch jegliches Gewebe (incl. Der Blut-Hirn-Schranke) aus – je feiner das Öl, desto besser die Durchdringung. Bei Resten von Fettmolekülen am ätherischen Öl ist das Öl in seiner molekularen Struktur nicht so mikrofein wie für die Praxis erforderlich. Wird so ein Öl verdunstet,  kann es zu einer Lugenentzündung bzw. Ölpneumonie führen. Das ist auch der Grund, warum herkömmliche ätherische Öle nicht länger als zwei mal eine halbe Stunde pro Tag verdunstet werden dürfen, während pure ätherische Öle therapeutischer Qualität ohne Bedenken stundenlang eingeatmet werden können.
Es kommt mitunter vor, dass die Pflanzenteile zu einer zweiten, dritten und sogar vierten Destillation herangezogen werden. Dies führt natürlich zu einer „Verwässerung“ der Öle – daran erkennbar, dass kommerzielle ätherische Öle oft erstaunlich flach oder wenig intensiv duften, wenn man sie direkt mit einem Öl therapeutischen Grades vergleicht.

Die oben genannten Faktoren, die Öle therapeutischer Qualität klar von kommerziellen ätherischen Ölen abheben, können nicht immer vom Kunden vollständig überprüft werden. Synthetische Beimengungen können chemisch einen derartig gleichen „fingerprint“ wie die natürliche Substanz besitzen, dass sie labortechnisch nicht zu unterscheiden sind. Der Grund ist, dass die meisten Labore nur Gaschromotographen mit 30-Meter-Säulen verwenden, was für die Analyse von synthetischen Chemikalien ausreichend ist. Für die Analyse natürlicher Substanzen sind allerdings Säulen von 50 bis 60 Metern Länge erforderlich, da die Feinheiten pflanzlicher Essenzen nur durch eine sorgfältige Trennung aller Bestandteile festgestellt werden können.

Ohne entsprechenden Gaschromotographen gibt es nur eine Instanz, die mit einigem Training zweifelsfrei das volle und natürliche Wirkungsspektrum in einem ätherischen Öl feststellen kann: Die menschliche Nase, gepaart mit Feinfühligkeit und Intuition. So wie die „Nasen“ in Feinschmecker- und Weinkreisen hochgeschätzt und hoch bezahlt sind, so kann man auch im Bereich der essentiellen Öle eine „Nase“ entwickeln, die sich von nichts täuschen lässt. Vergleichen Sie z.B. ein Öl therapeutischer Qualität der Nelke oder der Pfefferminze mit einem kommerziellen Öl – Sie werden staunen, wie stark der Unterschied sogar für die untrainierte Nase ist. Ätherische Öle therapeutischer Qualität haben eine vollkommen runde Blume, Tiefe und Spektrum und sie sind immer „weich“, ganz gleich wie intensiv sie duften. Herkömmliche ätherische Öle hingegen haben oft einen scharfen oder beißenden Beigeschmack, was auf synthetische Beimengungen, Streckung mit minderwertigen Ölen, oder auf zu hohe Destillationstemperaturen („verbrannte“ Öle) schließen lässt.

Ätherische Öle therapeutischer Qualität, die alle oben genannten Bedingungen erfüllen, sind zurzeit weltweit nur von zwei Quellen erhältlich: Creer Lab Aromatology und Young Living Essential Oils.





Quelle: OETQ